VDE-Prüfung

VDE-Prüfung

Durch den Gesetzgeber sind wir verpflichtet, an ortsveränderlichen Geräten – worunter auch Kopierer und Drucker zählen -regelmäßig eine VDE-Prüfung durchzuführen.

Diese Messung stellt eine Sicherheitsüberprüfung dar, welche zum Schutz vor Arbeitsunfällen dient.

Im Folgenden wird kurz erläutert, welche Normen und Verordnungen der VDE-Prüfung zugrunde liegen und in welchen Fällen wir diese Prüfung durchführen.

VDE 0701/VDE 0702: Welche Prüfung verbirgt sich hinter dieser Norm?

Hierunter versteht man die fachgerechte Sicherheitsprüfung von Elektrogeräten (Betriebsmitteln) nach Instandsetzung/Reparaturvorgängen sowie ferner so genannte Wiederholungsprüfungen von ortsveränderlichen elektronischen Betriebsmitteln.

Was meint der Begriff ortsveränderlich?

Hierzu zählen Betriebsmittel, welche im Betriebsalltag bewegt werden bzw. leicht von einem Ort zu einem anderen bewegt werden können, wobei sie am Versorgungskreislauf angeschlossen sind.

Warum sind Überprüfungen überhaupt nötig bzw. sinnvoll?

Primäres Ziel hierbei ist es seitens des Gesetzgebers, die Anzahl an Unfällen und Schäden durch Elektrizität einzudämmen. Sicherheit ist ein grundlegender Anspruch, der alle Menschen betrifft. Nur Betriebe, die ihre Maschinen und Anlagen regelmäßig von Fachexperten überprüfen lassen, sind auf der sicheren Seite und verbessern aktiv die Sicherheit von Mitarbeitern.

Der Arbeitgeber hat die Pflicht, gemäß BetrSichV und DGUV 3 / BGV A3 Betriebsmittel und Produktionsanlagen regelmäßig überprüfen zu lassen. Zur Unfallverhütung sind Sicherheitsprüfungen unerlässlich.

Wofür wird eine Dokumentation/Protokoll benötigt?

Aus Gründen der Dokumentation sowie des Nachweises müssen für sämtliche elektr. Betriebsmittel sowohl Mess- als auch Prüfprotokolle angelegt werden. Diese Protokolle werden darüber hinaus elektr. gespeichert, sodass sie zu jeder Zeit einsehbar sind. Sollte es zu einem Unfall kommen, so erlangen diese Protokolle für den Betreiber eine rechtliche Relevanz. Im Schadensfall muss bzw. kann er so nachweisen, ob er seinen Sorgfaltspflichten wie gesetzlich vorgeschrieben nachgekommen ist.

Wann wird eine VDE-Prüfung durch die Witte Vertriebs GmbH durchgeführt?

  • Beim Aufstellen / Installieren ortsveränderlicher elektrischer Geräte
  • Nach Instandsetzungsarbeiten, bei denen Gehäuseteile demontiert werden müssen.
  • Die Gehäuseteile stellen einen wesentlichen Bestandteil des Schutzes vor den leitfähigen Teilen der Geräte dar. Darum ist eine VDE-Prüfung nach Abschluss der Instandsetzungsarbeiten zwingend erforderlich

Rechtliche Grundlagen, Normen und Verordnungen

Gesetzliche Vorgaben

Nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) und § 3 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) tragt der Arbeitgeber / Unternehmer die Verantwortung, im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel im ordnungsgemäßen

Zustand zu erhalten. Eine dieser Maßnahmen kann die Durchführung von wiederkehrenden Prüfungen sein (§ 10 Abs. 2 BetrSichV).

Die Organisation der Prüfungen im betrieblichen Ablauf ist grundsätzlich Aufgabe des Arbeitgebers / Unternehmers. Er kann diese Aufgabe an eine andere Person delegieren, z. B. Betriebsleiter, Bereichsmeister.

Für wiederkehrende Prüfungen von elektrischen Arbeitsmitteln sind insbesondere:

  • Art,
  • Umfang,
  • Fristen

zu ermitteln.

Normen DIN VDE 0701-0702 (VDE 0701-0702):

Prüfung nach Instandsetzung, Änderung elektrischer Geräte

Vorschriften

„Grundsatze der Prävention“ (BGV/GUV-V A1)

„Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (BGV/GUV-V A3)

Regeln

„Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR/GUV-R 500)

Informationen

„Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefahrdung“ (BGI 594)

„Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen“ (BGI 600)

„Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen“ (BGI 608)

„Wiederkehrende Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel - Praxistipps für den Prüfer“ (BGI/GUV-I 5090)